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ESU-Kino

Wir haben sieben interessante Filme für unser ESU-Kino ausgewählt:

Oeconomia Donnerstag 18.8. 10.00 Uhr Kinoraum W 200

Ein Film von Carmen Losmann, Petrolio Film GmbH / Deckert Distribution GmbH, 2020, 1:29 h
Unser Wirtschaftssystem hat sich unsichtbar gemacht und entzieht sich dem Verständnis. In den letzten Jahren hatten wir oft nicht mehr als ein diffuses und unbefriedigendes Gefühl, dass etwas schief läuft. Aber was? Der Dokumentarfilm OECONOMIA deckt die Spielregeln des Kapitalismus auf und macht in einer episodischen Erzählstruktur sichtbar, dass die Wirtschaft paradoxerweise nur wächst, wenn wir uns verschulden, dass Gewinne nur möglich sind, wenn wir uns verschulden. Jenseits der distanzierten Phrasen der Medienberichterstattung, die es letztlich unmöglich machen, die monströse Logik hinter den Grundstrukturen unseres Alltags zu verstehen, macht sich OECONOMIA mit großer Schärfe und luzider Stringenz daran, die Dinge auf die einfachen Regeln herunterzubrechen, den Kapitalismus der Gegenwart zu beleuchten. Es wird ein Nullsummenspiel erkennbar, ein Spiel, das uns und unsere ganze Welt in die Logik einer endlos fortwährenden Kapitalvermehrung stellt – egal, wie hoch die Kosten sind. Ein Spiel, das bis zur totalen Erschöpfung gespielt wird und sich vielleicht seinem Ende nähert. https://deckert-distribution.com/film-catalogue/oeconomia/

Route 4 – a dreadful journey Donnerstag 18.8. 14.00 Uhr Kinoraum W 200

Ein Film von Boxfish im Auftrag von Sea-Eye und dem Mennonitischen Hilfswerk.Deutschland, 2020, 52min, Regie: Martina Chamrad
Von der Wüste bis zum Mittelmeer: Über 15 Monate hat ein Medienteam das Seenotrettungsschiff ALAN KURDI während mehrerer Missionen auf dem Mittelmeer begleitet. Neben zahlreichen bewegenden Momenten auf See entstand auch Material in Ländern wie Niger, Tunesien, Libyen, Italien und Malta. Dieses Material, welches zum größten Teil noch nicht veröffentlicht wurde, uns aber sehr am Herzen liegt, möchten wir nun in Form des Dokumentarfilms „Route 4“ der Öffentlichkeit präsentieren.
Wir möchten auf von der EU selbsterschaffene Probleme aufmerksam machen. Auf das Leid und die Strapazen, die Menschen auf ihren Reisen widerfahren, und auf die unglaubliche Arbeit der NGOs (in diesem Fall Sea-Eye), die als einzige die Aufgabe übernehmen, Menschen im Mittelmeer zu retten.
https://sea-eye.org/route4/                 
Möglicherweise mit einem Filmgespräch mit Aktivist*innen von Sea-Eye

UBI - Unser Recht zu Leben Donnerstag 18.8. 16.30 Uhr Kinoraum W 200

Der Film erklärt in 41 Minuten, was das Grundeinkommen ist und was es nicht ist. Was sind die Unterschiede zum Mindestlohn oder zur Sozialversicherung? Welche Fortschritte gibt es in der öffentlichen Wahrnehmung und auf welche Pilotstudien kann man zurückgreifen? Er zeichnet seine Geschichte nach, erklärt seine Beweggründe und untersucht, warum und wie die Idee in den letzten Jahren ein viel größeres Publikum und eine noch nie dagewesene Unterstützung erreicht hat.
"UBI, unser Recht zu leben" liefert überzeugende Argumente für die Notwendigkeit der Maßnahme, ist ein Manifest für das UBI in der heutigen Zeit und eine hervorragende Einführung in das Thema.
Der Dokumentarfilm geht auf zwei der wichtigsten Faktoren ein, die das UBI in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte rücken: wirtschaftliche Ungleichheit und technologische Entwicklung. Das Risiko besteht in der Zunahme der Arbeitslosigkeit und der wachsenden Ungleichheit zwischen hoch- und niedrigqualifizierten Arbeitnehmern.
In der Debatte nach der Vorführung des Dokumentarfilms werden wir uns über all diese Themen über all diese Themen austauschen.

Wer wir waren Freitag 19.8. 10.00 Uhr Kinoraum W 200

Ein Film von Marc Bader, Deutschland 2020, 114min
Ein filmischer Essay – inspiriert vom Buch „Wer wir waren“ von Roger Willemsen mit Alexander Gerst (Astronaut), Sylvia Earle (Tiefseeforscherin), Mathieu Ricard (buddhistischer Mönch), Dennis Snower (Ökonom), Felwine Sarr (Philosoph) und Janina Loh (kritische Posthumanistin). Wir mögen denken, dass wir einfach nicht in der Lage sind, die immer komplexer werdenden Probleme unseres Planeten zu verstehen, aber für diese charismatischen Wissenschaftler ist das nicht genug. Ob auf der Spitze der Welt, in den Tiefen des Ozeans, im menschlichen Gehirn, auf dem G-20-Gipfel oder im Herzen der Internationalen Raumstation ISS, sie suchen nach praktischen Wegen, um unsere Welt zu retten. Angesichts ihres Tatendrangs müssen wir uns fragen, ob wir als Bürger des Planeten endlich bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – und sei es nur für die, die nach uns kommen und fragen: „Wer waren wir?“
https://www.x-verleih.de/filme/wer-wir-waren/

The other side oft the river Freitag 19.8. 14.00 Uhr Kinoraum W 200

ein Film von Antonia Kilian, Deutschland/Finnland 2021, 92min

Die 19-jährige Hala entkam einer arrangierten Ehe, indem sie den Euphrat überquerte, um bei einer kurdischen Frauenverteidigungseinheit ein neues Zuhause zu finden – eine Einheit, die darauf ihre Heimatstadt Minbij vom Islamischen Staat befreite. Für ihre Mitstreiterinnen ist der Feind nicht nur der IS, sondern das Patriarchat im Allgemeinen, mit der (Zwangs) Ehe als ultimativer Unterdrückungsinstitution.
Die jungen Frauen werden im Kampf ausgebildet und in den feministischen Idealen der kurdischen Frauenbewegung aufgeklärt. Hala ist von diesen Lehren zutiefst inspiriert und widmet sich entschlossen dem Versprechen, nicht nur mehr Frauen, sondern auch ihre Schwestern um jeden Preis zu befreien. Doch gibt es in Halas Leben noch Platz für Freiheit und sogar Liebe, wenn ihre Mission alles vereinnahmt?
THE OTHER SIDE OF THE RIVER schildert den entschlossenen, revolutionären Weg von Hala und beleuchtet gleichzeitig eine andere, parallele Lebenserfahrung: die eigenen Reflexionen der Regisseurin über das Dasein als Feministin und kulturelle Außenseiterin in einer Situation, in der der Begriff „militanter Feminismus“ durchaus wörtlich verstanden werden könnte.

https://jip-film.de/the-other-side-of-the-river

Countdown am Xingu/Tapajos – Kampf um Amazonien Freitag 19.8. 16.30 Uhr Kinoraum W 200

Ein Film von Martin Kessler, Deutschland 2020, 45min
Brasilianisches Amazonasgebiet, Provinzhauptstadt Altamira, am Fluss Xingu. Hier entsteht seit 2011 der drittgrößte Staudamm der Welt – Belo Monte: Strom für den „wirtschaftlichen Aufstieg Brasiliens“. Und den Rohstoffhunger der Welt. So die offizielle Version. Doch hinter den Kulissen geht es um milliardenschwere „Extraprofite“ für Baufirmen und Politiker.
„Das ist eine kriminelle Vereinigung“, sagt der katholischen Bischof von Altamira, Erwin Kräutler, und verweist auf den aktuellen „Petrobras- Skandal“, der Brasilien erschüttert. Auch europäische Weltfirmen wie Siemens, Andritz oder Norsk Hydro wollen kräftig mitverdienen. Indem sie Turbinen bauen oder Bauxit zu Aluminium verhütten.
Danach Filmgespräch mit dem Filmemacher Martin Kessler
https://www.neuewut.de/projekt/xingutapajos/

Trees of Protest #HambiBleibt! Samstag 20.8. 14.00 Uhr Kinoraum W 200

Ein filmisches Tagebuch des Klimaprotests, Deutschland 2019, 103 min

Ein Langzeit-Dokumentarfilm über den erbitterten Kampf von Umweltaktivisten gegen den Braunkohletagebau Hambach und den Energieriesen RWE, über Klimagerechtigkeit und die Bewegung #HambiBleibt, die durch die  Geschehnisse im Herbst 2018 internationale Aufmerksamkeit erlangte.
„Ein sinnlicher, opulenter und eindrucksvoller Film zum Klimawandel“ - Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg
„Ein gewichtiges und berührendes Dokument“ - Frankenpost
„Langzeit-Dokumentarfilm in eindrucksvollen Bildern“ - SWR

https://www.treesofprotest.com/