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F2.4
Demokratie

Freitag 16.30 - 18.30
Audimax 1

DE, EN, FR

Demokratie und öffentliche Freiheiten

Nach der dunklen Zeit des Faschismus in Europa haben die fortschrittlichen Bewegungen kontinuierlich für die Ausweitung der Demokratie und der bürgerlichen Freiheiten gekämpft, um ihre soziale, wirtschaftliche und kulturelle Agenda voranzubringen.

Dann haben vier Jahrzehnte Neoliberalismus unsere Gesellschaften ausgehöhlt, indem sie die Solidarität nach und nach durch einen Wettbewerb aller gegen alle und das Vertrauen in eine bessere Welt durch die Angst, übergangen zu werden, ersetzt haben.

In Gesellschaften, die stark von Individualismus und Ängsten geprägt sind, wird das Verhältnis zur Demokratie und Freiheit problematisch. Der Rückzug ins Private, Wahlenthaltungen und der Niedergang von Milieus höhlen die Demokratie aus. Abstiegsängste und kulturelle Differenzen ermöglichen es nationalchauvinistischen Kräften, Wahlerfolge zu erzielen und Menschen gegen die Demokratie zu mobilisieren.

Die Frage um Demokratie und Menschenrechte stellt sich so brennend. Wir wollen diskutieren, wie sich die Demokratie entwickelt hat und ob und wie sie zu retten oder zu stärken ist. Gibt es andere Formen demokratischer Beteiligung und wie hilfreich sind diese? Wie kann es gelingen insbesondere die „Abgehängten“ (wieder) in den politischen Prozess einzubeziehend, ihre demokratischen Rechte wirksam werden zu lassen?

Referent:
Prof. Dr. Andreas Fisahn